Einige Gedanken über Griechenland, Banken, Gold und Schulden. Ein kleiner BLOG-Beitrag, der nur meine Gedanken und Ansichten wiedergibt und vielleicht auch ein kleiner Denkanstoss für alle andere sein kann.
Die Angst ist allgegenwärtig. Jeden Tag kann man in den Zeitungen neue Hiobsbotschaften lesen. Die Politiker behaupten unverdrossen, dass alles gut geht, dabei sollte uns die Vergangenheit zeigen, dass man auf das Wort eines Politikers keinen Pfifferling setzen kann. Lächerlich wird das ganze, wenn dann sogar politische Stimmen aus Griechenland behaupten, dass Griechenland jeden einzelnen Cent seiner Schulden zurückbezahlen wird. Aus griechischer Sicht scheint dies noch nachvollziehbar. Die direkt Betroffenen, die die tatsächlichen Umstände am Besten einschätzen könnten, sind nicht in der Lage, das wahre Fiasko zu erkennen. Ein ähnliches Verhalten kann man bei vielen Unternehmen in einer Schieflage betrachten. Auch dort wird nochmals um jeden Kredit gekämpft, bevor das Schiff dann letztendlich untergeht. Man will sich diesen finalen Schlussstrich nicht eingestehen und man verschliesst die Augen vor der Realität. Doch auch dort gilt: ein “Ende mit Schrecken” ist besser als ein “Schrecken ohne Ende”.
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Es ist ein schöner Tag in einer kleinen griechischen Stadt.
Die Sonne brennt und alle Straßen sind wie leer gefegt.
Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump.
An diesem Tag fährt ein reicher deutscher Tourist durch die griechische Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen.
Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.
- Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.
- Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Strasse runter und bezahlt den Bauern.
- Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenchaftslager.
- Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.
- Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
- Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.
- Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.
Niemand produziert etwas.
Niemand verdiente etwas.
Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.
So einfach funktioniert das EU Rettungspaket.
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